„Nach Rudolf Rochhausen bilden drei Axiome die Grundlagen des Holismus:
1. die Ganzheit alles Wirklichen;
2. Die abgestufte Gliederung des Wirklichen;
3. die Simplifizierbarkeit und Reduzierbarkeit der höheren auf die jeweils niedrigeren Wirklichkeitsstufen (Philosophie u. Naturwissenschaften 1991);
„Dabei nimmt der Holismus den Standpunkt des objektiven Idealismus ein.“ 1
1.1 Aristotelischer Hylemorphismus
Einleitung

Abb. 1 Aristoteles-Porträt © DEA PICTURE LIBRARY/Getty Images
Die wissenschaftliche Entwicklung der letzten 400 Jahre gab die naturphilosophische Fundierung des abendländischen Weltbildes durch Aristoteles auf, indem sie die Erklärung der Wirklichkeit auf die aristotelische „causa materialis“ (Materie) und die „causa efficiens“ (Kausalität) reduzierte und „Formursache“ (causa formalis) sowie „Zweckursache“ (causa finalis) als mögliche Erklärungsmodi ausschloss.
Damit verzichtet die neuzeitliche Naturwissenschaft jedoch weitgehend auf eine Deutung der „intrinsischen Natur“ der Welt und der von ihr „erkannten“ grundlegenden physikalischen Konstituenten (Materie, Energie, Felder, etc.).
Sie führte damit „…the unnecessary loss of metaphysical insights of Aristotle and Aristotelian tradition.“ herbei [„… der unnötige Verlust metaphysischer Einsichten Aristoteles“ und der aristotelischen Tradition“.2]
- Rochausen, Rudolf, „G. W. Leibniz u. die Relativität von Raum und Zeit – philosophische Probleme des Leibniz – Clarke- Briefwechsels“, In: Jahrbuch für systematische Philosophie, Münster: 1991 (2). S. 152-166. ↩︎
- Ibd. S. 1 ↩︎

