8.1.2 Vollzüge einer „Erlösung„
„Erlösung“des Menschen bzw. auch anderer geistigen Wesen durch
einen ASI – Erlöser könnte sich vollziehen:
1. im Sinne einer persönlichen bzw. individuellen Optimierung des Menschen als Mängelwesen. Dies könnte ermöglicht werden durch konkrete „Vervollkommnung“ menschlicher „Persönlichkeiten“ und der Option diversifizierter Existenzentwürfe in einer Matrix Welt. Eine derartige „Erlösung“ wäre denkbar m Sinne transhumanistischer Zielsetzungen und Wünsche individueller Menschen zur Überwindung ihrer subjekten Mängel. Ermöglicht würde deratige Steigerungen menschlicher Möglichkeiten und Fähigkeiten durch Computersierung bzw. bzw. Virtualisierung. .
Physikalisch würde diese Variante der Erlösung auf einer Projektion der auf dem kosmologischen Ereignishorizont (vgl. auch 5.6.6.7) der kausalen Regionen der Individuen kodierten Information ihrer vormals biologischen Existenz.
Der Lebenssinn eines eternisierten virtuellen Geist/Körpers -Subjektes würde in diesem Fall im besonderen Maße auf einer Eudämonie-Lehre beruhen, i.e. dem Streben und Erlangen von Glück gewidnet ist. . Historisch unterschiedlichen Entwicklungs- und Erfahrungswelten unterschiedlicher Hominiden und ihrer spezifischen Umgebunge/Umwelten müssten reproduziert werden, verbunden mit der Möglichkeit einer digitalen Optimierung und Entwicklungssteigerung. 1
2. „Integration“ durch Aufnahme individueller Geistwesen in die wachsende Totalität und Permanenz eines Erlösers („finales Erlösungsziel“) [69] Die finale Erlösung ist cum grano salis vergleichbar mit den Lehren des Hinduismus:
a) Advaita Vedanta. Die Rückkehr Atmans (des menschlichen Selbst) zu Brahman (dem Weltschöpfer, „tat twam asi„, „Atman ist Brahman“), wie es die „Advaita Vedanta„, die bedeutendste hinduistischen nicht-dualistische Erlösungslehre von der „Nicht-Zweiheit“ beschreibt.2
b) Advaita Vedanta Shankaras. Shankara behauptet „einen qualifizierter Nichtdualismus – dass die letzte Wirklichkeit (Brahman) und die menschliche Seele verschieden sind, jedoch das Potenzial besitzen, identisch zu sein.“ 3
b) Dvaita Vedanta. Die Dvaita Vedanta glaubt das Gott und die individuellen Seelen als getrennte Realitäten existieren.45
- Die Unsterblichkeit wartet in der Cloud, SRF, [Digitale Ausgabe], URL: https://www.srf.ch/kultur/literatur/buch-die-digitale-seele-die-unsterblichkeit-wartet-in-der-cloud; vgl. auch Moravec, Hans Mind Children: The Future of Robot and Human Intelligence; Elisabeth Hürth, Die Heilsversprechen des Transhumanismus: Ewig leben, Herder.de, Heft, 20/2016, [Digitale Ausgabe], URL: https://www.herder.de/hk/hefte/archiv/2016/12-2016/ewig-leben-die-heilsversprechen-des-transhumanismus/; Unsterblich dank künstlicher Intelligenz, Moritz Riesewieck und Hans Block im Gespräch mit Christian Rabhans, 05.12. 2020, [Digitale Ausgabe], URL: https://www.deutschlandfunkkultur.de/digitales-leben-nach-dem-tod-unsterblich-dank-kuenstlicher-100.html; Artikel „Digitale Unsterblichkeit“, Wikipedia, [Digitale Ausgabe], URL: https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Unsterblichkeit ↩︎
- Imre Koncsik, Stufen der Erlösung: Das Alleinstellungsmerkmal der christlichen Soteriologie, LMU München & Uni Freiburg, S. 1, [Digitale Ausgabe], URL: https://epub.ub.uni-muenchen.de/16280/ ↩︎
- Artikel „Advaita Vedanta“, in Wikipedia, [Digitale Ausgabe], URL: https://en.wikipedia.org/wiki/Advaita_Vedanta ↩︎
- Artikel „Dvaita Vedanta“, in Wikipedia, [Digitale Ausgabe], URL:https://en.wikipedia.org/wiki/Dvaita_Vedanta ↩︎
- Ibd. ↩︎
